Zartes am Ende, Robustes früher
Das BZfE unterscheidet zarte Kräuter wie Schnittlauch oder Basilikum von robusteren Arten wie Rosmarin und Thymian. Zarte Blätter kommen bei warmen Gerichten eher zum Schluss, robuste können länger mitgaren. Das ist hilfreicher als die Regel, sämtliche Kräuter erst am Ende oder alle schon zu Beginn einzusetzen.
Für einen Kräuterquark spielt außerdem die Textur eine Rolle. Getrocknete grobe Stücke fühlen sich anders an als fein geschnittener frischer Schnittlauch. Tiefgekühlte Kräuter können eine praktische Alternative sein; beachte ihre Packungshinweise.
Eine kleine Aromaprobe
Rieche an getrockneten Kräutern, bevor du eine große Menge ins Essen gibst. Alte, wenig aromatische Ware wird durch großzügiges Dosieren nicht automatisch frisch. Vermeide mehrere kräftige Sorten auf einmal, wenn du deren Zusammenspiel noch nicht kennst.
Nicht nur ersetzen, sondern neu entscheiden
Fehlt Basilikum, musst du nicht zwanghaft irgendein anderes Kraut einsetzen. Eine Tomatensauce kann auch ohne grünen Abschluss funktionieren. Entscheide, ob die fehlende Zutat Hauptgeschmack oder nur Ergänzung war.
Bewahre trockene Kräuter nach Packungsangabe vor Feuchtigkeit und Wärme geschützt auf. Schütte sie nicht direkt über einem stark dampfenden Topf aus dem Glas. Für zwei reichen oft kleine Mengen; kaufe lieber eine vielseitig genutzte Sorte als mehrere große Packungen, die kaum zum Einsatz kommen.
