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Lebensmittelsicherheit

Darf man Spinat aufwärmen?

Kurz beantwortet

Ja, Spinat darfst du aufwärmen, wenn du die Reste schnell abkühlst, im Kühlschrank aufbewahrst und beim Aufwärmen an allen Stellen mindestens zwei Minuten auf 70 °C erhitzt. Problematisch ist langes Warmhalten: Dabei können Mikroorganismen das Nitrat im Spinat in Nitrit umwandeln. Für Kleinkinder von 1 bis 3 Jahren sieht das BfR ein mögliches Risiko, wenn sie an einem Tag mehr als eine nitratreiche Spinatmahlzeit essen; Kinder mit bakteriellen Magen-Darm-Infekten sollen keinen Spinat bekommen.

Fundraum Redaktion · 2 Minuten Lesezeit

Warum Warmhalten das eigentliche Problem ist

Spinat gehört zu den Gemüsen mit hohem Nitratgehalt, ebenso Rucola, Feldsalat und andere Blattsalate. Nitrat selbst gilt als vergleichsweise unbedenklich. Mikroorganismen können es aber zu Nitrit umbauen, und Wärme fördert diesen Vorgang. Das BfR rät deshalb, zubereitetes Gemüse wie Spinat nicht längere Zeit warmzuhalten und Reste schnell zu kühlen.

So machst du es richtig

  1. Übrigen Spinat nicht im Topf auf dem Herd stehen lassen, sondern gleich in eine flache Dose füllen.
  2. Rasch abkühlen und in den Kühlschrank stellen; Bakterien vermehren sich zwischen 10 und 60 °C, diesen Bereich soll das Essen schnell durchlaufen.
  3. Innerhalb von zwei bis drei Tagen essen oder einfrieren.
  4. Nur die benötigte Portion entnehmen und an allen Stellen zwei Minuten auf mindestens 70 °C erhitzen.
  5. Aufgewärmten Spinat gleich essen und nicht erneut warmhalten.

Kleine Kinder

  • Kleinkinder von 1 bis 3 Jahren: An einem Tag nicht mehr als eine nitratreiche Spinatmahlzeit, denn darüber kann laut BfR ein erhöhtes Risiko für eine Methämoglobinämie nicht ausgeschlossen werden.
  • Kinder mit bakterieller Magen-Darm-Infektion: nach EFSA-Gutachten keinen Spinat.
  • Säuglinge sind besonders empfindlich; sie werden in den ersten Monaten üblicherweise ohnehin mit Milch ernährt.

Weniger Reste

Tiefkühlspinat lässt sich portionsweise entnehmen: Wiege nur die Menge ab, die ihr zu einer Mahlzeit esst. Wie du ihn ohne Wasserpfütze zubereitest, zeigt Tiefkühlspinat: Wasser kontrollieren; das schnelle Abkühlen kleiner Mengen erklärt Reste für zwei abkühlen.

Quellen

  • BfR: Fragen und Antworten zu Nitrat und Nitrit in Lebensmitteln — Hohe Nitratgehalte in Rucola, Feldsalat, Blattsalaten und Spinat; Nitrat vergleichsweise unbedenklich, Nitrit problematisch.; Mikroorganismen wandeln Nitrat zu Nitrit, durch Wärme gefördert; zubereitetes Gemüse wie Spinat nicht längere Zeit warmhalten, Reste schnell kühlen und bis zum Verzehr im Kühlschrank.; Säuglinge und Kleinkinder 1–3 Jahre mit mehr als einer nitratreichen Spinatmahlzeit am Tag: erhöhtes Methämoglobinämie-Risiko nicht ausgeschlossen; Kinder mit bakteriellen Magen-Darm-Infektionen laut EFSA keinen Spinat; Säuglinge in den ersten Monaten üblicherweise mit Milch ernährt.
  • BfR: Vorkochen für mehrere Tage — Bei Zubereitung und Aufwärmen mindestens 70 °C für zwei Minuten an allen Stellen.; Keime vermehren sich zwischen 10 und 60 °C, manche bilden hitzestabile Giftstoffe; Bereich beim Heißhalten meiden und beim Abkühlen schnell durchlaufen.; Erhitzte Mahlzeiten innerhalb von 2–3 Tagen verbrauchen oder einfrieren; vor dem Einfrieren abkühlen.

Quellenstand: 25. Oktober 2026.